- Ätherische Öle für Haus und Garten
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Die Kleidermotte: Was ist das?
Die Kleidermotte, die auch als gewöhnliche Kleidermotte bekannt ist, erregt selten unsere Aufmerksamkeit: Dieser kleine, gräuliche Schmetterling sieht völlig harmlos aus. Die Larven der Motte sind jedoch sehr gefährlich, denn sie ernähren sich von Proteinen und Keratin, die in Wolle, Pelzen, Federn und gelegentlich auch in Seide, Baumwolle, Leinen usw. enthalten sind. Sie greifen all diese Textilfasern gierig an und hinterlassen schöne Löcher in unseren Pullovern, Kleidern, Vorhängen, Teppichen und sogar Sofas aus Stoff.
Was muss man tun, um seine Kleidung zu schützen und einen Mottenbefall zu vermeiden? Die Methoden unserer Großmütter anwenden? Leider ist das berühmte Naphthalin, das im 20. Jahrhundert häufig verwendet wurde, ein Erdölderivat, ebenso wie die Mottenschutzmittel der zweiten Generation auf der Basis von Paradichlorbenzol. Abgesehen von ihrem unverwechselbaren Geruch sind sie krebserregend und leicht entflammbar. Derzeit sind Insektizide auf Pyrethroidbasis auf dem Markt, aber auch diese können giftig sein. Daher ist es besser, sie durch natürliche Produkte zu ersetzen.
Motten auf natürliche Weise vertreiben
Die wirksamste Lösung ist und bleibt die Vorbeugung. Motten lieben dunkle, ungelüftete Räume (ihre Larven sind regelrecht luziferisch) und werden auch vom Geruch des Menschen angezogen. Der erste Reflex gegen Motten ist daher, die Schränke regelmäßig zu lüften und zu reinigen. Der Frühherbst ist übrigens eine optimale Zeit, um die Kleidung herauszuholen und auszuschütteln, denn der Sommer ist günstig für die Eiablage.
Sie sollten auch darauf achten, nur saubere Wäsche aufzubewahren: Das Waschen (über 49 °C) tötet Motten, ihre Larven und Eier und beseitigt Gerüche, die Insekten anziehen. Es ist auch besser, unbenutzte Kleidung gut zu verpacken, am besten in wasserdichten Schutzhüllen.
Ein wirksames Mittel zur Bekämpfung von Textilmotten
Motten mögen keine stark riechenden Substanzen, und aromatische Pflanzen sind immer noch ein wirksames Mittel, um sie zu vertreiben. Der Geruch von Zedernholz, Lavendelblüten oder Lorbeerblättern zum Beispiel schreckt diese Schädlinge gut ab und erschwert es ihnen, Wollsachen aufzuspüren.
Man kann Lavendelsäckchen herstellen, Zedernholzkugeln in Schubladen legen oder als Repellent ein paar Tropfen ätherisches Öl auf ein Stück Watte oder einen porösen Stein geben.
Textilmotten - Welche ätherischen Öle sollte man verwenden?
Hier ist eine nicht erschöpfende Liste von ätherischen Ölen, die verhindern können, dass sich Motten ansiedeln
- ätherisches Öl von Zeder(Cedrus atlantica) ;
- ätherisches Öl aus Zitronengras (Cymbopogon winterianus) ;
- ätherisches Öl von Lavendel fein (Lavandula angustifolia) ;
- ätherisches Öl aus Feldminze (Mentha arvensis) ;
- ätherisches Öl aus Kampfer-Rosmarin (Rosmarinus officinalis L. camphoriferum) ;
- ätherisches Öl aus Schlangen-Thymian (Thymus serpyllum).
Pflanzliches Neemöl (Melia azadirachta) ist ebenfalls ein interessantes Mittel zur Bekämpfung von Motten. Dieses Öl wird aus den Samen des Neembaums, einem in Indien weit verbreiteten Baum aus der Familie der Mahagonibäume, gewonnen und ist für seine insektiziden und akariziden Eigenschaften bekannt. Seine Wirkstoffe hemmen die Fortpflanzungsfähigkeit der Insekten und blockieren die Häutung ihrer Larven.
Wie kann man ein Spray mit Neemöl selbst herstellen?
5-10 ml reines Neemöl in 90 ml Wasser verdünnen. Besprühen Sie Ihre Schränke und Kleiderschränke und trocknen Sie sie anschließend mit einem Tuch ab.
Mittel und Tricks bei Textilmottenbefall
Wenn der Befall bereits begonnen hat, reichen repellierende Methoden nicht mehr aus und müssen mit radikaleren Lösungen kombiniert werden. Insbesondere der Einsatz von mit Pheromonen getränktenMottenfallen kann sich als wirksam erweisen: Diese Fallen locken die männlichen Schmetterlinge auf eine mit Leim bedeckte Fläche und stoppen so die Fortpflanzung der Motten. Die Fallen können auch als Indikator für den Befallsgrad dienen.
Bei starkem Befall kanneine Wärmebehandlung unerlässlich werden: entweder eine Kältebehandlung (15 Stunden bei -20°C reichen aus, um 99,99% der Motteneier abzutöten) oder eine Wärmebehandlung (Waschen der Kleidung bei einer Temperatur von über 49°C oder 3 Minuten in der Mikrowelle bei Kleidung ohne Metallteile).
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